Über TKD

Geschichte


Die Wurzeln der koreanischen Kampfkunst Taekwondo lassen sich, anhand von Wandmalereien ca. 2000 Jahre zurück verfolgen. Schon damals existierten zahlreiche Kriegskünste aus denen sich dann im Laufe der Jahrhunderte das Taekwondo entwickelte.

In der heutigen Form existiert dieser, noch immer von den alten Traditionen geprägter Sport, seit rund 65 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt entschieden sich zahlreiche Meister verschiedener koreanischer Kampfkünste sich zu vereinen und sich unter einem Begriff zusammenzufassen - Taekwondo.
Federführend für diese Vereinigung zeichnete sich General Choi Hong Hi (* 9. November 1918; † 15. Juni 2002 in Pjöngjang, Nordkorea), der deshalb auch als Vater des Taekwondo gilt.

Von der koreanischen Regierung bekam er in den Fünfzigern den Auftrag mit Hilfe eines Großmeister-Demonstrations- Teams Taekwondo in der ganzen Welt bekannt zu machen. So begann mittels unzähliger Demonstrationen in vielen Ländern der Erde der Siegeszug des Taekwondo.

Anfangs noch ein großer Verband, teilte sich im Laufe der sechziger Jahre das Taekwondo in zwei konkurierende Hauptzweige. Zum einen die WTF (World Taekwondo Federation) mit ihrem Sitz in Seoul, Südkorea und zum Anderen die ITF (International Taekwondo Federation) mit ihrem Sitz in Wien, Österreich.

Grob gesagt vertritt die WTF das moderne Vollkontakt-Taekwondo und die ITF das traditionelle Leichtkontakt-Taekwondo.
Das Vollkontakt-Taekwondo, also der WTF-Stil, ist seit dem Jahr 2000 olympische Sportart.

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Der Sport


Das Wort Taekwondo heißt sinngemäß übersetzt “Der Weg der Hand und des Fusses”. Fuss und Hand deswegen, weil man durch Taekwondo lernt sich mittels Fusskicks und Handschlägen- und -stößen zur Wehr zu setzen.

Ein wichtiger Bestandteil beim Taekwondo nimmt der Weg ein. Mit ihm ist die geistige Entwicklung und Vervollkommnung gemeint die ein Taekwondo-Schüler anstrebt. Attribute wie Selbstsicherheit, Toleranz, Bescheidenheit, Ruhe sollen durch Taekwondo herausgebildet werden.

Taekwondo unterscheidet sich von anderen Kampfkünsten dadurch, dass es viele Fuss- sprich Kicktechniken gibt. Die Gewichtung Fuss zu Hand liegt bei 60 zu 40 - während dies z.B. bei Karate eher umgekehrt ist. Dadurch hat sich Taekwondo den Ruf einer akrobtischen Kampfkunst erarbeitet.

Im Taekwondo werden die Bereiche Selbstverteidigung, Wettkampf sowie Formen und Bruchtest trainiert.

Bei der Selbstverteidigung lernt man sich gegen alle möglichen tätlichen Angriffe effektiv zur Wehr zu setzen.

Der Wettkampf wird, streng reglementiert, im Vollkontakt-Modus ausgetragen und erfreut sich immer größerem Öffentlichkeitsinteresse.

Im Formenbereich, welcher am meisten von den Traditionen geprägt ist, werden bestimmte Angriff- und Blocktechnik in Kombination mit Schritten ausgeführt was einen Kampf gegen imaginäre Gegner demonstrieren soll. Die Formen haben einen grossen meditativen Charakter.

Das wohl spektakulärste Aushängeschild des Taekwondo ist der Bruchtest, bei dem mit teils akrobatischen Hand- und Fusstechniken Bretter oder Steine zertrümmert werden. Dies ist natürlich erst nach intensivem Training und genügend Konzentrationskraft möglich.

Obwohl sich Taekwondo im Laufe der Zeit stark gewandelt und modernisiert hat wird den Werten und Traditionen sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Auch im sportlichen Wettkampf, bei dem es ums Siegen geht, wird darauf geachtet, dass man seinem Gegner Respekt zollt und ihn eher als Partner sieht.

Respekt und Toleranz gegenüber anderen sind Dinge von denen es auf der Welt leider mangelt. Taekwondo sieht seine Aufgabe darin genau da gegen anzukämpfen.
Denn “Schon im Kleinen liegt ein Erfolg!”

admin in Allgemein
11 Juni